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Bankaval Beispiel Essay


Es gibt sie schon lange, und es gibt sehr viele, aber der Durst nach ihnen scheint ungebrochen: Bücher über das Saufen sind ein Trend des Frühlings, nicht ganz so groß wie die Gummistiefelbücher über das Zeitgeist-Phänomen Landlust, aber doch unübersehbar beim Blick in die Verlagsprogramme.

Matthias Politycki schreibt in Versform über Sauftouren durch britische Pubs ("London für Helden. The Ale Train", Hoffmann und Campe), Thomas Kochan über das Saufen in der DDR ("Blauer Würger. So trank die DDR", Aufbau), Der Philosophieprofessor Robert Pfaller schlägt einen größeren Bogen ("Wofür es sich zu leben lohnt", Fischer), in einem Roman huldigt Küf Kaufmann König Alkohol ("Wodka ist immer koscher", Aufbau), und Peter Richter schreibt über das Saufen an und für sich ("Über das Trinken", Goldmann).

Den Rausch retten, weil er Leben rettet

Wer weiß, vielleicht steckt dahinter ein letztes Aufbäumen unserer abendländischen Alkoholkultur - so wie Bäume, kurz bevor sie sterben, noch einmal besonders viele Früchte tragen. "Schon heute zeichnet sich ab, dass es auf dem Gebiet des Trinkens zu einer ähnlich restriktiven Gesundheitspolitik kommen könnte wie zuletzt beim Rauchen", schreibt Richter, im Hauptberuf Feuilletonredakteur der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung", und lässt keinen Zweifel daran, was sein Buch "Über das Trinken" leisten soll: den Rausch retten, weil er Leben rettet - in dem Sinne, dass er das Leben lebenswerter macht. "Es dient der Begründung. Sie trinken. Ich sage Ihnen, warum das vernünftig ist."

Richter plädiert für eine Kultur des Trinkens, aber keinesfalls für das, was sich kultiviertes Trinken nennt: das Gläschen guten Rotweins zum Beispiel, das gelegentlich genossen gesund fürs Herz sein soll. "Nur so viel zu trinken, dass es keine Wirkung tut: Das ist von allen Varianten die mit Abstand erbärmlichste. Wer nur mal nippt, trinkt nicht. Wer nur nippt, verschwendet Rohstoffe." Es gehe eben nicht nur um den Geschmack: "Der tiefere Sinn des Weins ist nicht, dass er schmeckt, sondern dass er wirkt."

Nicht dass nun Missverständnisse auftauchen: Richter redet nicht dem Alkoholismus das Wort, denn "wem zwei Flaschen Wein nicht anzumerken sind, an den sind sie verschwendet; der soll Traubensaft trinken." Er plädiert stattdessen für das, was er schön technizistisch "Trunkenheits-Management" nennt, "kontrolliertes Trinkverhalten": mehr Wochentage ohne als mit, mindestens so viele alkoholfreie Getränke wie alkoholische, bei einer Sache bleiben.

Richter schreibt, dass Alkohol die Welt friedlicher macht ("Mit dem Torkeln des stockbetrunkenen Boris Jelzin verbindet sich heute nicht die Eskalation, sondern das Ende des Kalten Krieges"), dass Komasaufen unter Jugendlichen ein kleineres Problem ist als in vielen Medien behauptet: ("Könnte es sein, dass aus den Kindern vom Bahnhof Zoo die Alkopopper von der Tankstelle geworden sind? Die Zahlen deuten darauf hin"), dass viele Verhandlungen nüchtern kaum zu einem guten Abschluss kämen ("Alkohol ist das Gleitgel für die Worte"), dass eine Pulle ein elegantes Accessoire sein kann ("Die Bierflasche ist sozusagen die Clutchbag des Herrn") und dass viele der größten Schriftsteller Trinker waren ("Es ging darum, dem Kritiker in sich den Mund zu stopfen und dem eigenen Größenwahn die Sporen zu geben").

Den Schnaps im Fruchtsaft verstecken

Nun ja, auch Richter schreibt Sätze, an denen man sich berauschen kann; er kreuzt kulturhistorische Fakten und gehobenen Blödsinn so rasant, wie es eigentlich nur einem angeschickerten Autor gelingen kann. Nüchtern betrachtet, sollte man sein Buch vielleicht gar nicht rezensieren, sondern nur zitieren, allenfalls paraphrasieren.

Zum Beispiel seine Gedanken zum Cocktail, "Amerikas Beitrag zur Welttrinkkultur": Spirituosen ließen sich schneller und einfacher herstellen als Wein und Bier, schreibt Richter, "sie sind das natürliche Rauschgetränk von Leuten, die auf dem Treck nach Westen sind oder unter den Bedingungen einer Prohibition leben müssen". Da die US-Amerikaner gleichzeitig "ein puritanisches Problem mit dem Rausch haben, mit der Sünde und allem nicht ganz so Gesunden", hätten nur sie auf die Idee kommen können, "harte Spirituosen in bunte Fruchtsäfte zu kippen, um sie dort zu verstecken". Diese "Mischung aus Unschuld und Verderben" reihe sich ein in andere kulturelle Errungenschaften, "etwa die Erfindung der Cheerleader". Steile These. Aber einleuchtend, auch nüchtern.

Vielleicht hilft es, hofft Richter, "mutig und verantwortungsbewusst und mit Genuss" gegen das anzutrinken, was Europa in seinen Augen früher oder später drohen könnte: eine Prohibition. Vielleicht hilft es auch, dagegen anzuschreiben. Mit Büchern, die gute Laune machen, weil sie an Drinks erinnern, so wie seines. Nicht an einen Cocktail, dafür ist es zu forsch, nicht an ein Glas guten Rotweins, dafür ist es zu albern, nicht an ein Gläschen Sekt, dafür ist es zu ernsthaft, nicht an eine Maß Bier, dafür ist es zu feinsinnig. Richters Buch erinnert an das, was in Ostdeutschland als Herrengedeck serviert wird: Sekt und Bier gemischt. "Der Sekt nimmt dem Bier das Dumpfe", schreibt der gebürtige Dresdner, "das Bier dem Sektschwips das Hysterische".

Wohl bekomm's!

Essays sind eine besondere Aufsatzart. Sie sind zwischen Erörterung und Hausarbeit angesiedelt und enthalten die Meinung des Verfassers.
Du musst als Hausaufgabe einen Essay verfassen? Mit unseren Tipps kann nichts mehr schiefgehen![toc]

Definition

Essay bedeutet übersetzt „Versuch“; er ist eine Abhandlung, in der die Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlichen oder literarischen Thema im Vordergrund steht. Es wird eine Fragestellung in knapper, aber anspruchsvoller Form diskutiert.

Ein Essay zeichnet sich durch eine klare Struktur und einen geistreichen Inhalt aus. Die behandelten Themen sind als Denkanstöße zu verstehen.

Aufbau eines Essay

Ein Essay besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Allerdings machst du sie nicht durch Überschriften, sondern durch Absätze kenntlich.

Auch Zwischenüberschriften lässt du weg. Wichtig ist, dass dein Inhalt eine klare Abfolge besitzt, du also den „roten Faden“ beim Schreiben nicht verlierst.

a)    Einleitung

Den Einstieg in das Thema, das du behandelst, schaffst du zum Beispiel mit einem aktuellen Ereignis. Das ist zugleich eine gute Begründung für die Wahl des Themas.

Sollte eine Lehrkraft das Thema vorgeben, ist eine logische Erläuterung „deiner“ Wahl trotzdem ein guter Aufhänger. Themen eines Essays sind Problemstellungen, strittige Fragen, Forschungsmeinungen oder empirische Probleme.

Weitere mögliche Einstiege sind eine persönliche Begebenheit, Fakten oder eine Anekdote. Wichtig hierbei ist, dass du deine Leser animierst, deinen Essay zu lesen. Nach der Begründung leitest du zur These deiner Arbeit über.

b)    Hauptteil

Der Hauptteil setzt sich aus drei bis fünf Argumenten zu der in der Einleitung aufgestellten These zusammen. Du erläuterst wichtige Aussagen und betrachtest sie aus verschiedenen Perspektiven. Du bestätigst oder widerlegst Positionen (deine eigenen und fremde) mit Begründungen und Beispielen.

Hierbei ist entscheidend, dass du die bedeutenden Aspekte nachvollziehbar herausarbeitest. Du darfst dich kritisch und subjektiv mit dem Thema auseinandersetzen, solange du deine Ansichten gut begründest.

Hier ist es ratsam, wenn du deine Gedanken zunächst notierst und beispielsweise eine Mindmap zum Thema erstellst. Dadurch gewinnst du einen Überblick für das Schreiben des Essays.

c)    Schluss

Hier solltest du nicht die Argumente deines Hauptteils wiederholen. Du kannst eine Stellungnahme zum Thema abgeben, die jedoch nicht abschließend formuliert ist. Am besten ist es, wenn du eine abwägende Betrachtung einbaust und weitere Fragestellungen zum Thema aufwirfst.

Dadurch entwickelt der Leser eigene Gedanken und Meinungen zur Thematik. Wenn er sich nach der Lektüre eingehender mit dem Gegenstand beschäftigt, hast du dein Ziel erreicht.

Weitere Tipps

  • Ein Essay ist in der Regel fünf bis zehn Seiten lang. Halte dich an diese Angabe und achte darauf, welche Vorgaben die Lehrkraft macht.
  • Im Text benötigst du keine Fußnoten, allerdings solltest du am Ende ein Literaturverzeichnis erstellen. Wenn du die Meinung eines anderen wiedergibst, machst du das im Text durch indirekte Rede kenntlich: Autor xy hat in seinen Buch „xyz“ gesagt, dass …
    Direkte Zitate haben in einem Essay eher nichts zu suchen!
  • Verwende eine gut verständliche Sprache. Du solltest nicht zu wissenschaftlich und nicht zu banal schreiben. Gute Formulierungen gepaart mit Stilmitteln (Alliteration, Metapher usw.) ergeben für den Leser eine angenehme Mischung.
  • Mach dir einen Zeitplan, damit du rechtzeitig fertig wirst und die Arbeit nach einer Pause korrigieren kannst. Zusätzlich kannst du den Essay von einer zweiten Person durchlesen lassen.

One thought on “Bankaval Beispiel Essay

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